St.Paul im Lavanttal
Die RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH (RML) steht im Eigentum der neun Gemeinden des Lavanttals bzw. des Bezirks Wolfsberg und hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der eigenen Neupositionierung und somit auch mit der inhaltlichen Ausrichtung der zukünftigen Regionalentwicklungsarbeit beschäftigt.
Innerhalb des Schwerpunktfeldes „Regionales Standortmanagement“ wird das Ziel verfolgt, rund um den neu entstandenen Bahnhof in St. Paul im Lavanttal u.a. einen sogenannten „Technologiepark Lavanttal“ als interkommunales Vorhaben aller neun Gemeinden zu etablieren. Das RML agiert als Koordinationsstelle zwischen den diesbezüglich Beteiligten, die u.a. die Standortgemeinde St. Paul im Lavanttal, die Grundstückseigentümer, die BABEG Kärntner Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die zwischenzeitlich gegründete TPL Technologiepark Lavanttal GmbH sowie Abteilungen des Amtes der Kärntner Landesregierung umfassen.
Der Prozess der strategischen Planung für das gesamte Entwicklungsgebiet nördlich und südlich des neuen Bahnhofs erfolgte in zeitlichem und inhaltlichem Abgleich mit der Erarbeitung des Örtlichen Entwicklungskonzeptes 2026 der Marktgemeinde St. Paul i.L. und soll auch als Grundlage für die nachfolgende Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung rund um den neuen Bahnhof dienen.
Zur Sicherstellung einer planmäßig vorausschauenden Entwicklung und einer zweckmäßigen Innen- vor der Außenentwicklung ist es geboten, eine nachhaltige und modulare Struktur für das Gebiet zu entwickeln, die eine räumliche Gliederung der Funktionen und eine geordnete Realisierung in Phasen ermöglicht. Aus den Vorplanungen ist ersichtlich, dass dies innerhalb der gegebenen Verhältnisse nicht oder nur ungenügend bewerkstelligt werden kann.
Im Rahmen der strategischen Planung wurde daher hinterfragt, ob und wie die gegebenen (Infra-)Strukturverhältnisse anpassbar und veränderlich sind. Aufgrund der hohen technischen Anforderungen und wirtschaftlichen Aufwendungen, die mit Eingriffen in hochrangige und leitungsgebundene Versorgungsinfrastruktur einhergehen, scheiden insbesondere die 380 kV-Stromfreileitung der APG und die TAG-Gasleitungen aus und ist deren Veränderung nicht darstellbar. Die Trasse der ehem. Regionalbahn verläuft auf einem Damm, der in Teilen essentielles Element der Abgrenzung zur Lavant und Schutz vor Hochwassergefährdung im Areal Süd ist – Lage und Ausformung des Damms sind daher grundsätzlich zu erhalten.
Als größtes Potential für eine nachhaltige Strukturbildung wurde daher eine Änderung des Verlaufes der Landesstraße L145 Kollnitzer Straße identifiziert, die im Gegensatz zu den o.a. Infrastrukturen kein in der Lage unveränderliches Element darstellt und deren Änderung vorwiegend kostentechnisch bedeutsam ist.
Schemaskizze der Strukturbildung im Areal Süd